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Hölzerne „Litfaßsäule“ wurde abgebaut
Bornum Reste der Traditionslinde dienten dem Aushängen von Mitteilungen.
Artikel in der Braunschweiger Zeitung vom  12.05.2013

Abbau der hölzernen „Litfaßsäule“ von Bornum, die aus Überresten der Traditionslinde bestand
 
Als Friedensbaum wurde 1871 die Linde in Bornum gepflanzt, 2009 musste sie aus Sicherheitsgründen gefällt werden.

Das löste im Dorf damals Unmut aus, weil sich die Bürger in die Entscheidung nicht eingebunden fühlten. Obwohl die Stadtverwaltung von Königslutter umgehend an gleicher Stelle einen jungen Baum pflanzen ließ, brodelte es in Bornum weiter.

 Die Landwirtsfamilie Lüer vermisste den großen Baum unmittelbar vor ihrer Hofeinfahrt. Albrecht Lüer aber ist für manchen Scherz gut. Kurzerhand wurden mit Hilfe von Freunden die sechs unteren Segmente der zersägten Linde, die bei ihm eingelagert waren, im Dezember 2011 zu einer drei Meter hohen Säule aufgestellt, fortan so etwas wie die dörfliche Litfaßsäule...

 

Foto: © Werner Gantz

 

... Dem anfänglichen Beispiel, Mitteilungsblätter anzubringen, folgten einige dichterisch begabte Bornumer. Sie befassten sich auch mit dem Schicksal der Linde auf satirische Art und machten ihre Gedanken öffentlich.

Doch nun ist die Holzsäule wieder beseitigt worden. Der Abbau fand am Vorabend von Himmelfahrt statt und wurde im Freundeskreis mit Getränken und Grillwurst gefeiert.

Zu den Autoren der anonymen „Bekanntmachungen“ gehörten Herta-Luise Buchheister, Angelika Grande und Henning Schwarz, wie bei dieser Gelegenheit bekannt wurde.

Zustimmung fand die Säulen-Entfernung bei Ortsbürgermeister Joachim Scherenhorst mit der Bemerkung: „Dieser Spaß muss auch einmal ein Ende haben.“ wg

Quelle: Braunschweiger Zeitung, Newsklick vom 12.05.2013
Link zum Originaltitel...

 

 

 

 

 

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