Bornum am Elm

 

 

 

Wappen Bornum am Elm

Bornum am Elm

 

Zurück

Navigation zurück

Willkommen auf der nicht offiziellen Informationsseite zur Gemeinde Bornum am Elm

 

 

Startseite Bornum

Inhaltsverzeichnis

 

Gemeinde Bornum

1135 -1985 Bornum

Wappen von Bornum

Wappenbaum Bornum

Der Elm bei Bornum

Architektur in Bornum

Landkarte von Bornum

Wetter um Bornum

Infos zu Bornum

 

Ortsrat Bornum am Elm

Lindenblatt Bornum

 

Vereine in Bornum

Gruppen in Bornum

Parteien in Bornum

 

Gasthöfe in Bornum

Firmen in Bornum

Landwirtschaft

Forstwirtschaft

 

Schule in Bornum

Kirche Bornum am Elm

 

Dorfstraße 10 Bornum

Kindergarten Bornum

Schützen Bornum

Bücherstube Bornum

 

Geocaching Bornum

 

Postkarten Bornum

Uhlenbusch Bornum

 

Einkaufen in Bornum

 

Linksammlung Bornum

Presse Bornum am Elm

Sonstiges Bornum

 

Kriegszeiten Bornum

 

Königslutter am Elm

 

Bornum andere Orte

 

Nebenbei über Bornum

 

Gestaltung

 

Disclaimer

Kontakt

 

 


Architektur in Bornum am Elm - Historische Baukultur

 

Architektur

Historie

Die Kirche

Der Bergfried

Nachkriegszeit

 

Zeugen und Zeugnisse vergangener Baukulturen

Siedlungsgeschichtlich betrachtet ist uns Bornum / Elm mit seiner haufenförmigen geschlossenen Dorfanlage und seiner dreigeteilten, als „thüringisch“ bezeichneten Hofanlage im Kern bis in unsere Gegenwart hinein als mittelalterliches Dorf erhalten geblieben.

In den Kriegswirren des Dreißigjährigen Krieges ist das Dorf, wie bereits berichtet wurde, stark zerstört worden. Nicht zuletzt deshalb tritt es uns in baugeschichtlicher Hinsicht mit seiner späteren Bebauung heute nicht mehr als mittelalterliches Dorf entgegen. Nur der untere Teil des heutigen Kirchturmes  und der romanische Wehr- und Wohnturm haben als einzige Gebäude aus der Zeit vor dem großen Religionskriege die lange und wechselvolle Geschichte in diesem Ort überdauert.

 

 

Osterfeuer 2007 in Bornum am Elm am Klapperberge

Bornum - Nachbildung eines Brunnens am Elmring

 

 

Abgesehen von untergeordneten eingeschossigen Stallgebäuden hat es gewöhnlich zwei Stockwerke. Im Gegensatz zur Stadt war man nicht gezwungen, weiter in die Höhe zu bauen. Das Dorf hatte keine Wallanlagen und konnte sich daher jederzeit nach Bedarf ausweiten. Nach der Bauart zu urteilen ist das ehemalige Schweinehirten- und Nachtwächterhaus Ass. Nr. 10 das wohl älteste Fachwerkgebäude hier im Ort mit den frühesten Entwicklungsformen dieses thüringisch-oberdeutschen Haustyps.
Die über beide Stockwerke bis unter den Dachüberstand durchgehenden Ständer sind charakteristisch für die Bauweise dieser Zeit Die tragenden Deckenbalken sind hier in der ersten Geschoßdecke mit Verzapfungen an der Innenseite der Ständer eingelassen, wodurch ein nach außen hin völlig bündiges Haus entsteht. Dabei wurden jedoch die von den Decken ausgehenden Schub- und Biegezugkräfte weitgehend unvermittelt auf die Außenwände, d.h. insbesondere auf die durchlaufenden Ständer abgegeben, die sich so erheblich durchbogen, teilweise die eingelassenen Deckenbalken aus ihren Verzapfungen rutschen ließen und im ungünstigsten Falle sogar brachen.

 

 

Bornum am Elm - Sommergarten und Fachwerkhaus

Bornum am Elm - Vegetation auf Bornums Mauern

 

 

Alle anderen Gebäude in Bornum stammen mit Ausnahme von zwei nicht sicher datierbaren Häusern aus der zweiten Hälfte des 17. Jh. Und folgenden Jahrhunderten. Das thüringische Haus, dessen verschiedene bis zu etwa 300 Jahre alten Entwicklungsstufen heute noch in Bornum / Elm vertreten sind, ist in der Regel ursprünglich als Fachwerk-Riegelbau teilweise massiv in Elmkalkstein und in ganz wenigen Fällen völlig verputzt errichtet worden.

Diese Erkenntnis führte in der Mitte des 17. Jh. Zur Ablösung dieser alten durch eine stark verbesserte neue Bauweise, die sich von der vorhergehenden vornehmlich  in baustatischer und baukünstlerischer Hinsicht unterscheidet. Die Ständer mit nicht selten 24er Frontstärke verlaufen nicht mehr durch beide Stockwerke, sondern werden genau zwischen diesen auf der gesamten Hauslänge, durch eine mächtige, mit Inschriften und Schnitzereien  reich verzierte Rahmschwelle unterbrochen.

Diese Konstruktionsänderung schafft zwei gänzlich voneinander abgeteilte Stockwerke und die Grundlage für eine kunsthandwerkliche Ausgestaltung ihrer konstruktiven Elemente. Neben der erwähnten Rahmenschwelle werden die nun mit ihrem Hirnholz frei nach außen tretenden Köpfe der Deckenbalken mit einfachen Rundungen oder auch komplizierteren  Profilschnitten versehen. Die zwischen den Balkenköpfen und unmittelbar unter der auskragenden Rahmenschwelle eingefügten Füllhölzer erfahren hinsichtlich ihrer Gestaltung  eine Entwicklung, die von verschiedensten Kerbschnitten bis hin zu  barocken Schwellformen reicht. Im Vergleich zu den sehr kräftigen Ständern sind die verschiedenen Streben und Fußangeln recht zierlich gearbeitet und tragen, in mannigfachen geometrischen Gebilden angelegt, zum Schmuck des Hauses bei.

Ebenso schmale Riegelhölzer stellen eine Verbindung zwischen den überdurchschnittlich weit auseinanderstehenden  Ständern her und  bilden gemeinsam mit ihnen jene im Vergleich zu späteren Bauten typisch langgestreckten Gefache.

 

 

Kastanien am Elmrand vor der Diana Ruh
Warten auf einen kalten Winter - Steine am Sichter

 

 

Kastanien am Elmrand vor der Diana Ruh

Warten auf einen kalten Winter - Steine am Sichter

 

 

Das Wohnhaus des ehemaligen Halbspännerhofes Ass Nr. 65 stammt vermutlich aus der frühen Hälfte des 17. Jh. Und lässt in vielen Merkmalen die Bauweise dieser Zeit erkennen. Besonders gerät diesem Haus das zu sogenannten Andreaskreuzen angeordnete aussteifende Strebengefüge zur Zierde.

Bemerkenswert ist der kunstvoll mit Schnitzereien versehene Schwellbalken am Wohnhaus des Hofes Ass Nr. 28. Dieser Würfelfries oder auch Zahnstangenschnitt genannte Hausschmuck ist im gesamten Kreise Helmstedt nur noch selten anzutreffen. Wie das Haus Ass. Nr. 28 stammt das mittlererweile nach außen abgebrochene  Wohngebäude vom Hof Ass. Nr. 19 aus dem späten 17. Jahrhundert. Die zu spitzwinkligen Dreiecken angelegten Fußangelnverleihen dem Hause nicht nur ein wohlgefälliges Aussehen sondern auch Standhaftigkeit gegen Wind und Wetter. Dieser hier vorgestellte Baustil macht aber auch innerhalb seiner Grundkonzeption von seinen frühesten Anfängen über seine Blütezeit bis zu seinem schrittweisen Verschwinden um die Wende zum 19. Jahrhundert eine formenreiche, kontinuierliche Entwicklung durch.

Zum Beispiel trat an die Stelle des ursprünglicheren einfachen Satteldaches  (vgl. Ass. Nr. 10) das Vollwalmdach (Vgl. Ass. Nr. 65), welches schließlich durch das für unsere Klimazone günstigere Krüppelwalmdach abgelöst wurde. Der lange Zeit wüst liegende und in den letzten Jahren schließlich abgebrochene Hof Ass. Nr. 14 aus der Mitte des 18. Jh. deutet bereits mit einer abgeschwächten Gestaltung  seiner typischen Merkmale die Endphase dieser an Formen überreichen Bauepoche an.
Die Balkenköpfe treten stumpf aus der Wand heraus. Die Rahmschwelle ist bis auf eine schlichte kurze Inschrift ohne jedes Schnitzwerk. Die für Füllhölzer vorgesehenen Zwischenräume sind einfach ausgemauert und mit Lehm verstrichen. Im Vergleich zu älteren Häusern dieser Epoche verfügt es schon über ein Krüppelwalmdach. Der Form der älteren thüringischen Hofanlage entsprechend folgen gleich links neben der Haustür die Stallungen, zwar noch unter einem Dach aber im Gegensatz zum sächsischen Haus scharf voneinander getrennt. Die Scheune steht hier bereits abgelöst vom übrigen Gebäudeverbande frei gegenüber dem Wohnhaus. Der hier im Ausschnitt wiedergegebene Ostgiebel dieses ehemals wüsten Hofes ermöglicht einen recht guten Einblick in die Struktur des Fachwerks. Handgebeilte Buchenstäbe wurden senkrecht in Kerblinien zwischen die Riegel getrieben.
Anschließend wurde in die Gefache quer zu den Buchenscheiten Weide geflochten, die einen mehrschichtigen Lehmbewurf und einen abschließenden Lehmverstrich erhielt.

Einen markanten und recht eigenwilligen Vertreter dieser bauweise stellt der ehemalige, wohl im frühen 18. Jh. Errichtete Brinksitzerhof Ass. Nr. 71 dar. Er war das letzte im nördlichen Elmvorland mit Stroh gedeckte thüringisch-oberdeutsche Bauernhaus. Die Nordostecke des Hauses ist im Erdgeschoß in Elmbruchstein aufgeführt. Es muß um 1951 ein Ziegeldach bekommen haben. Das Hau wurde, gemessen an den zur Zeit seiner Erbauung üblichen Schmuckformen, schon recht schlicht eingerichtet. So fehlt z.B. das damals typische auskragende Obergeschoß mit entsprechender Rahmschwelle. Andererseits besaß es in seinem ursprünglichen Zustande  bereits ein Krüppelwalmdach.

Ein besonders schönes Beispiel eines einzügigen thüringischen Gebäudeverbandes mit isoliert stehender Scheune (vgl. Ass. Nr. 14) stellt das heute noch in Bornum vorhandene und erfreulich gut hergerichtete Gebäudeensemble auf Hof Ass. Nr. 25 dar. Aus bauphysikalischen Gründen und zur Minderung der Feuergefahr ist im Erdgeschoß die gesamte nördliche Außenwand einschließlich der zur Nordostecke hin gelegenen Jüche in Elmbruchstein aufgeführt.

Häuser, deren Holzkonstruktion auch auf der Nordseite bis zum Boden herunterreichte, hatten oftmals wegen mangelnden Sonneneinfalls und deshalb fortwährender Nässe in der Bodenschwelle frühzeitige Bauschäden aufzuweisen. Das leider nur noch im Ostgiebel erhaltene Bauernhaus Ass. Nr. 17 entspricht mit Ausnahme der massiven Nordwand  in seinem Konstruktionsplan  sonst völlig dem von Hof Ass. Nr. 25. Anfang des 19. Jh. Beginnt ein neuer und wohl auch gleich der letzte Abschnitt i der langen Geschichte des thüringischen Fachwerkhauses. Dem neuen Haustyp dieser Zeit liegt ein Konstruktionsplan zugrunde, der mehr funktionalen insbesondere statischen Überlegungen folgend, sich durch zunehmendere Schlichtheit, Einfachheit und schließlich völlige Schmucklosigkeit auszeichnet.

Der ursprünglich auskragende Schwellbalken tritt bündig in das Fachwerkgefüge zurück. Eine kunsthandwerkliche Ausschmückung des Gebäudes beschränkt sich  gewöhnlich auf Hausinschriften. Ein Hang zur gänzlich massiven, wenn auch vorerst noch anteilig  massiven Bauweise kündigt sich an.
Eine weiträumigere Unterkellerung  wird angestrebt. Streben finden sich nur noch dort, wo sie zur Aussteifung unbedingt erforderlich sind. Besonders in dieser Zeit entwickelt sich aber noch in unserem Dorf wie anderswo  der sogenannte thüringische Dreiseithof  mit einer meistens zur Straße hin offenen Hofseite. Der alte einzügige Gebäudeverband mit freistehender Scheune kommt in der Form dieser Hofanlage zur Auflösung in drei  abgetrennte, u-förmig zueinander stehende Gebäude: Wohnhaus, Scheune und Stall.

Heute noch in dieser Form in Bornum vorhandene Hofanlagen sind: Hof Ass. Nr. 5, Hof Ass. Nr. 47, Ass. Nr. 48, Ass. Nr. 65, Ass. Nr. 75. Ein ähnlich wie Ass. Nr. 5 klassischer Dreiseithof war der bereits um 1968 teilweise abgebrochene Hof Ass. Nr. 22 .

Quelle: Festschrift 1135 – 1985 Bornum am Elm

 

 

 

 

 

 

 

 

Straße Bornum - Scheppau

 

Rosen in Bornum am Elm

 

Alter Hof in Bornum am Elm

 

Der Turm der Christophorus Kirche

 

Bornum am Elm - Obstgarten

 

Bornum am Elm - Der Trog an der Kirche

 

Bornum am Elm - Garten am Sichter

 

Bornum am Elm - Straßenbau als Dauerthema

 

Bornum am Elm - Kirschbaum am Rottensweg

 

Bornum am Elm - Verlassener Hof in der Kirchstraße

 

Straße Bornum - Scheppau

 

Rosen in Bornum am Elm

 

Alter Hof in Bornum am Elm

 

Der Turm der Christophorus Kirche

 

Straße Bornum - Scheppau

 

Bornum am Elm - Straßenbau als Dauerthema

 

Bornum am Elm - Der Trog an der Kirche

 

Rosen in Bornum am Elm

 

Alter Hof in Bornum am Elm