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Bornum am Elm

 

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Rosen in Bornum am Elm

 

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Der Bornumer Wappenbaum - Die Linde - Einweihung 2010

 

Die Bornumer Dorflinde

Historie 1872

Fällung 2009

Neuanpflanzung 2010

Einweihung 2010

Die Linde botanisch

Die Linde heraldisch

Die Linde in der Literatur

 

 

 

Nachdenklichkeit bei der Rede wich bald der Freude beim gelungenen Fest zur Einweihung der Dorflinde
 in Bornum am Elm.

Hier ganz wichtige “Nachbarn” der Dorflinde - Der Bornumer Kindergarten gratulierte mit einem sehr
schönen Lied über die Bedeutung der Bäume.

 

 

Die neue Dorflinde in Bornum am Elm

Am 19. September 2010 fand die öffentliche Einweihung der neuen Dorflinde in Bornum am Elm
statt. Direkt im Anschluß an die geschichtskundliche Wanderung, zu der “Dä Born” eingeladen
hatte, wurde der Bornumer Wappenbaum offiziell an die Dorfgemeinschaft “übergeben”.

Die Worte des Ortsbürgermeisters zur Historie von Wappenbäumen allgemein und des
Wappenbaumes von Bornum am Elm waren interessant, nachdenklich und mit einem deutlichen
Gleichnis zum Hintergrund der Fällung unserer “alten” Dorflinde versehen.

 

Einweihung der neuen Dorflinde - Wappenbaum von Bornum am Elm -
Rede gehalten durch den Ortsbürgermeister Achim Scherenhorst am 18.09.2010

(sinngemäße Wiedergabe)

Wenn man über Bäume reden will, muß man auch über Menschen sprechen. Menschen pflanzen
Bäume und Menschen fällen oder zerstören Bäume – bewusst oder unbewusst....

Menschen und Bäume sind sehr verschieden, das braucht nicht weiter erklärt zu werden, aber
haben sie auch etwas gemeinsam? Im Vergleich zu anderen Lebewesen haben beide ein
potentiell hohes Lebensalter. Im Vergleich zu einem Baum ist das Grenzalter des Menschen mit
maximal 128 Jahren bescheiden, übersteigt aber doch das Lebensalter der allermeisten anderen
Lebewesen beträchtlich. Bäume können sehr viel älter werden - wenn man sie lässt...

Unsere Linde war, mit 138 Jahren der mit Abstand älteste Baum im Dorf,
gefolgt von der nur 10 Jahre jüngeren Kastanie auf dem Schulhof...

 

 

Die Bornumer Dorflinde, gepflanzt 1872,
Die “Uhlenbusch” - Kastanie auf dem alten Schulhof direkt neben der Kirche

Die Bornumer Dorflinde, gepflanzt 1872,
 im April 2008

Die “Uhlenbusch” - Kastanie auf dem alten Schulhof direkt neben der Kirche

 

 

...
Baumverehrung

Die religiöse Verehrung von Bäumen hatte bei den Germanen eine überragende Bedeutung.
Neben anderen Bäumen stand auch die Linde bei ihnen in hohem Ansehen -
sie  galt als heiliger Baum. Die Linde gilt gemeinhin als Baum der Freya.

Zu Beginn unserer Zeitrechnung stand der Mensch in einer geradezu symbiotischen Beziehung
zum Wald. Die Bäume wurden damals als Mitgeschöpfe im menschlichen Sinne betrachtet.
Einzelne Bäume hatten Namen, man unterhielt sich mit ihnen und man bat den Geist de
Baumes um Vergebung, wenn es nötig wurde, ihn zu fällen.

Wurde ein Baum ohne Not gefällt, zog dies die Todesstrafe nach sich. Nach altem
germanischem Gesetz musste die Wunde, die jemand einem lebenden Baum durch Abschälen
seiner Rinde zufügte, mit den Eingeweiden des Täters "verbunden" werden.
Das wünsche ich den Frevlern, die aktuell Bäume auf dem Spielplatz zerstört haben,
natürlich nicht.

 

 

Dorflinden

Viele Orte in Mitteleuropa hatten früher ihre Dorflinde, die das Zentrum des Ortes bildete und
Treffpunkt für den Nachrichtenaustausch und die Brautschau war. Anfang Mai wurden meist
Tanzfeste unter diesem Baum – zum Teil auch auf der sogenannten Tanzlinden – gefeiert.
Allerdings wurde hier auch meist das Dorfgericht abgehalten, eine Tradition, die auf die germanische Gerichtsversammlung, das Thing, zurückgeht. Die Linde ist deshalb auch als
„Gerichtsbaum“ oder „Gerichtslinde“ bekannt.

Nach Kriegen (oder Pestepidemien) gab es den  Brauch, sogenannte Friedenslinden zu pflanzen.
Die meisten erhaltenen Exemplare erinnern an den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71,
einige aber auch noch an den Westfälischen Frieden.

Auch viele Städte verdanken der Linde ihren Namen. So gibt es in Deutschland insgesamt etwa
850 Orte oder Ortsteile, deren Namen auf den Baum zurückzuführen sind.

Auch unsere Linde war für Generationen von Bornumern der Mittelpunkt des Dorfes, der
Treffpunkt für unzählige Feiern, Ausflüge und / oder Fahrten, für Streiche, Pferdeschauen,
Maikäferfangen und v. a. m. Ich wünsche mir, dass unsere neue Linde daran anknüpfen kann. ..

 

 

Ein Blick voraus

Zu ihrer eigenen Silberhochzeit, wenn Bornum 900 Jahre alt wird, wird man sich in ihrem
Schatten aufhalten können und sicher auch Schutz vor Regen finden. Auf jeden Fall ist durch
das schnelle Handeln des Ortsrates keine längere lindenlose Zeit entstanden. Mit Ausnahme
des extrem langen und schneereichen Winters kann man sich wieder oder auch immer noch
an der Linde treffen. Mit dieser Linde und der umgestalteten Pflanzscheibe hat Bornum seinen
lebenden Mittelpunkt zurück. Ich persönlich habe das Ziel den Lindenplatz insgesamt weiter
aufwerten zu können. Ob das klappt, ist sicher fraglich, aber ich bleibe dran. ...

 

 

Dank

Bedanken möchte ich mich bei allen Bornumern, die mit dazu beigetragen haben, dass diese
Linde so schnell gepflanzt werden konnte, insbesondere bei der Forstinteressentschaft,
sowie bei Herbert Fischer, Olaf Schnur und Albrecht Lüer. Mein weiterer Dank gilt den beiden
Holzwürmern, die zur Herstellung der Baumscheiben beigetragen haben, Hermann Claus und
insbesondere Karl-Heinz Ohk.

Nun werde ich den Baum noch einmal symbolisch mit Trogwasser angießen und Linde und
Lindenplatz Ihrer Bestimmung übergeben - nämlich für die Bornumer Mittelpunkt des Dorfes
zu sein. Ich wünsche allen einen schönen Nachmittag.

Achim Scherenhorst am 18.09.2010 (sinngemäße Wiedergabe)

 

 

 

Straße Bornum - Scheppau

 

Rosen in Bornum am Elm

 

Alter Hof in Bornum am Elm

 

Der Turm der Christophorus Kirche

 

Bornum am Elm - Obstgarten

 

Bornum am Elm - Der Trog an der Kirche

 

Bornum am Elm - Garten am Sichter

 

Bornum am Elm - Straßenbau als Dauerthema

 

Bornum am Elm - Kirschbaum am Rottensweg

 

Bornum am Elm - Verlassener Hof in der Kirchstraße

 

Straße Bornum - Scheppau

 

Rosen in Bornum am Elm

 

Alter Hof in Bornum am Elm

 

Bornum am Elm - Straßenbau als Dauerthema