Bornum am Elm

 

 

 

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850 Jahre Bornum am Elm - Rückschau im Jahr 1985

 

Quelle : Festschrift Bornum am Elm 1135 bis 1985

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Eine geschichtliche Rückschau

erstellt von Gerhard Buchheister in Zusammenarbeit mit Altbürgermeister Harald Korn
Bornum im Sommer 1985


Zum Inhaltsverzeichnis “Geschichtliche Rückschau”

 

III. Zur Geschichte der kulturellen und sozialen Ausformungen

1. Zeugen und Zeugnisse vergangener Baukulturen


Siedlungsgeschichtlich betrachtet ist uns Bornum / Elm mit seiner haufenförmigen geschlossenen Dorfanlage und seiner dreigeteilten, als „thüringisch“ bezeichneten Hofanlage im Kern bis in unsere Gegenwart hinein als mittelalterliches Dorf erhalten geblieben. In den Kriegswirren des Dreißigjährigen Krieges ist das Dorf, wie bereits berichtet wurde, stark zerstört worden. Nicht zuletzt deshalb tritt uns in baugeschichtlicher Hinsicht mit seiner späteren Bebauung heute nicht mehr als mittelalterliches Dorf entgegen. Nur der untere Teil des heutigen Kirchturmes  und der romanischer Wehr- und Wohnturm haben als einzige Gebäude aus der Zeit vor dem großen Religionskriege die lange und wechselvolle Geschichte in diesem Ort überdauert. Alle anderen Gebäude in Bornum stammen mit Ausnahme von zwei nicht sicher datierbaren Häusern aus der zweiten Hälfte des 17. Jh. Und folgenden Jahrhunderten. Das thüringische Haus, dessen verschiedene bis zu etwa 300 Jahre alten Entwicklungsstufen heute noch in Bornum / Elm vertreten sind, ist in der Regel ursprünglich als Fachwerk-Riegelbau teilweise massiv in Elmkalkstein und in ganz wenigen Fällen völlig verputzt errichtet worden. Abgesehen von untergeordneten eingeschossigen Stallgebäuden hat es gewöhnlich zwei Stockwerke. Im Gegensatz zur Stadt war man nicht gezwungen, weiter in die Höhe zu bauen. Das Dorf hatte keine Wallanlagen und konnte sich daher jederzeit nach Bedarf ausweiten. Nach der Bauart zu urteilen ist das ehemalige Schweinehirten- und Nachtwächterhaus Ass. Nr. 10 das wohl älteste Fachwerkgebäude hier im Ort mit den frühesten Entwicklungsformen dieses thüringisch-oberdeutschen Haustyps. Die über beide Stockwerke bis unter den Dachüberstand durchgehenden Ständer sind charakteristisch für die Bauweise dieser Zeit Die tragenden Deckenbalken sind hier in der ersten Geschoßdecke mit Verzapfungen an der Innenseite der Ständer eingelassen, wodurch ein nach außen hin völlig bündiges Haus entsteht. Dabei wurden jedoch die von den Decken ausgehenden Schub- und Biegezugkräfte weitgehend unvermittelt auf die Außenwände, d.h. insbesondere auf die durchlaufenden Ständer abgegeben, die sich so erheblich durchbogen, teilweise die eingelassenen Deckenbalken aus ihren Verzapfungen rutschen ließen und im ungünstigsten Falle sogar brachen. Diese Erkenntnis führte in der Mitte des 17. Jh. Zur Ablösung dieser alten durch eine stark verbesserte neue Bauweise, die sich von der vorhergehenden vornehmlich  in baustatischer und baukünstlerischer Hinsicht unterscheidet. Die Ständer mit nicht selten 24er Frontstärke verlaufen nicht mehr durch beide Stockwerke, sondern werden genau zwischen diesen auf der gesamten Hauslänge, durch eine mächtige, mit Inschriften und Schnitzereien  reich verzierte Rahmschwelle unterbrochen. Diese Konstruktionsänderung schafft zwei gänzlich voneinander abgeteilte Stockwerke und die Grundlage für eine kunsthandwerkliche Ausgestaltung ihrer konstruktiven Elemente. Neben der erwähnten Rahmenschwelle werden die nun mit ihrem Hirnholz frei nach außen tretenden Köpfe der Deckenbalken mit einfachen Rundungen oder auch komplizierteren  Profilschnitten versehen. Die zwischen den Balkenköpfen und unmittelbar unter der auskragenden Rahmenschwelle eingefügten Füllhölzer erfahren hinsichtlich ihrer Gestaltung  eine Entwicklung, die von verschiedensten Kerbschnitten bis hin zu  barocken Schwellformen reicht. Im Vergleich zu den sehr kräftigen Ständern sind die verschiedenen Streben und Fußangeln recht zierlich gearbeitet und tragen, in mannigfachen geometrischen Gebilden angelegt, zum Schmuck des Hauses bei. Ebenso schmale Riegelhölzer stellen eine Verbindung zwischen den überdurchschnittlich weit auseinanderstehenden  Ständern her und  bilden gemeinsam mit ihnen jene im Vergleich zu späteren Bauten typisch langgestreckten Gefache. Das Wohnhaus des ehemaligen Halbspännerhofes Ass Nr. 65 stammt vermutlich aus der frühen Hälfte des 17. Jh. Und lässt in vielen Merkmalen die Bauweise dieser Zeit erkennen. Besonders gerät diesem Haus das zu sogenannten Andreaskreuzen angeordnete aussteifende Strebengefüge zur Zierde.
Bemerkenswert ist der kunstvoll mit Schnitzereien versehene Schwellbalken am Wohnhaus des Hofes Ass Nr. 28. Dieser Würfelfries oder auch Zahnstangenschnitt genannte Hausschmuck ist im gesamten Kreise Helmstedt nur noch selten anzutreffen. Wie das Haus Ass. Nr. 28 stammt das mittlererweile nach außen abgebrochene  Wohngebäude vom Hof Ass. Nr. 19 aus dem späten 17. Jahrhundert. Die zu spitzwinkligen Dreiecken angelegten Fußangelnverleihen dem Hause nicht nur ein wohlgefälliges Aussehen sondern auch Standhaftigkeit gegen Wind und Wetter. Dieser hier vorgestellte Baustil macht aber auch innerhalb seiner Grundkonzeption von seinen frühesten Anfängen über seine Blütezeit bis zu seinem schrittweisen Verschwinden um die Wende zum 19. Jahrhundert eine formenreiche, kontinuierliche Entwicklung durch. Zum Beispiel trat an die Stelle des ursprünglicheren einfachen Satteldaches  (vgl. Ass. Nr. 10) das Vollwalmdach (Vgl. Ass. Nr. 65), welches schließlich durch das für unsere Klimazone günstigere Krüppelwalmdach abgelöst wurde. Der lange Zeit wüst liegende und in den letzten Jahren schließlich abgebrochene Hof Ass. Nr. 14 aus der Mitte des18. Jh. deutet bereits mit einer abgeschwächten Gestaltung  seiner typischen Merkmale die Endphase dieser an Formen überreichen Bauepoche an. Die Balkenköpfe treten stumpf aus der Wand heraus. Die Rahmschwelle ist bis auf eine schlichte kurze Inschrift ohne jedes Schnitzwerk. Die für Füllhölzer vorgesehenen Zwischenräume sind einfach ausgemauert und mit Lehm verstrichen. Im Vergleich zu älteren Häusern dieser Epoche verfügt es schon über ein Krüppelwalmdach. Der Form der älteren thüringischen Hofanlage entsprechend folgen gleich links neben der Haustür die Stallungen, zwar noch unter einem Dach aber im Gegensatz zum sächsischen Haus scharf voneinander getrennt. Die Scheune steht hier bereits abgelöst vom übrigen Gebäudeverbande frei gegenüber dem Wohnhaus. Der hier im Ausschnitt wiedergegebene Ostgiebel dieses ehemals wüsten Hofes ermöglicht einen recht guten Einblick in die Struktur des Fachwerks. Handgebeilte Buchenstäbe wurden senkrecht in Kerblinien zwischen die Riegel getrieben. Anschließend wurde in die Gefache quer zu den Buchenscheiten Weide geflochten, die einen mehrschichtigen Lehmbewurf und einen abschließenden Lehmverstrich erhielt.

Einen markanten und recht eigenwilligen Vertreter dieser bauweise stellt der ehemalige, wohl im frühen 18. Jh. Errichtete Brinksitzerhof Ass. Nr. 71 dar. Er war das letzte im nördlichen Elmvorland mit Stroh gedeckte thüringisch-oberdeutsche Bauernhaus. Die Nordostecke des Hauses ist im Erdgeschoß in Elmbruchstein aufgeführt. Es muß um 1951 ein Ziegeldach bekommen haben. Das Hau wurde, gemessen an den zur Zeit seiner Erbauung üblichen Schmuckformen, schon recht schlicht eingerichtet. So fehlt z.B. das damals typische auskragende Obergeschoß mit entsprechender Rahmschwelle. Andererseits besaß es in seinem ursprünglichen Zustande  bereits ein Krüppelwalmdach.

Ein besonders schönes Beispiel eines einzügigen thüringischen Gebäudeverbandes mit isoliert stehender Scheune (vgl. Ass. Nr. 14) stellt das heute noch in Bornum vorhandene und erfreulich gut hergerichtete Gebäudeensemble auf Hof Ass. Nr. 25 dar. Aus bauphysikalischen Gründen und zur Minderung der Feuergefahr ist im Erdgeschoß die gesamte nördliche Außenwand einschließlich der zur Nordostecke hin gelegenen Jüche in Elmbruchstein aufgeführt. Häuser, deren Holzkonstruktion auch auf der Nordseite bis zum Boden herunterreichte, hatten oftmals wegen mangelnden Sonneneinfalls und deshalb fortwährender Nässe in der Bodenschwelle frühzeitige Bauschäden aufzuweisen. Das leider nur noch im Ostgiebel erhaltene Bauernhaus Ass. Nr. 17 entspricht mit Ausnahme der massiven Nordwand  in seinem Konstruktionsplan  sonst völlig dem von Hof Ass. Nr. 25. Anfang des 19. Jh. Beginnt ein neuer und wohl auch gleich der letzte Abschnitt i der langen Geschichte des thüringischen Fachwerkhauses. Dem neuen Haustyp dieser Zeit liegt ein Konstruktionsplan zugrunde, der mehr funktionalen insbesondere statischen Überlegungen folgend, sich durch zunehmendere Schlichtheit, Einfachheit und schließlich völlige Schmucklosigkeit auszeichnet. Der ursprünglich auskragende Schwellbalken tritt bündig in das Fachwerkgefüge zurück. Eine kunsthandwerkliche Ausschmückung des Gebäudes beschränkt sich  gewöhnlich auf Hausinschriften. Ein Hang zur gänzlich massiven, wenn auch vorerst noch anteilig  massiven Bauweise kündigt sich an. Eine weiträumigere Unterkellerung  wird angestrebt. Streben finden sich nur noch dort, wo sie zur Aussteifung unbedingt erforderlich sind. Besonders in dieser Zeit entwickelt sich aber noch in unserem Dorf wie anderswo  der sogenannte thüringische Dreiseithof  mit einer meistens zur Straße hin offenen Hofseite. Der alte einzügige Gebäudeverband mit freistehender Scheune kommt in der Form dieser Hofanlage zur Auflösung in drei  abgetrennte, u-förmig zueinander stehende Gebäude: Wohnhaus, Scheune und Stall. Heute noch in dieser Form in Bornum vorhandene Hofanlagen sind: Hof Ass. Nr. 5, Hof Ass. Nr. 47, Ass. Nr. 48, Ass. Nr. 65, Ass. Nr. 75. Ein ähnlich wie Ass. Nr. 5 klassischer Dreiseithof war der bereits um 1968 teilweise abgebrochene Hof Ass. Nr. 22 .

Die Bornumer Kirche

Über die Erbauung der Kirche ist uns nichts bis heute bekannt geworden. Nur ihre alte, seit vielen Jahren in der Schule aufbewahrte Wetterfahne gibt uns Gewissheit, dass sie schon vor 1584 erbaut worden sein muß. Aus der im Jahre 1761 gefertigten Dorfbeschreibung des damaligen subdelegierten Commissario Johann Julius Bütemeister geht hervor, das das Kirchenschiff an der Ostseite des aus Elmkalkbruchstein aufgebauten Turmes liege. Turm und Schiff waren zu dieser Zeit mit roten Tonziegeln gedeckt.

Um die Kirche herum lag der ehemalige Friedhof, der 1 Morgen und 23 Ruten unter sich fasste und gegen Ende des 19. Jh. Vollständig eingeebnet wurde. Einige alte Grabsteine als Zeugen vergangener Steinbildhauerkunst konnten in den letzten Jahren wieder ausfindig gemacht werden. Sie dienten vor der Kanalisation unter anderem als Übergänge für die kleinen Gräben und Beeke im Dorfe. Z.B. führte lange Zeit eine alte Grabplatte über den ehemals am „Schützengarten“ vorbeifließenden Bach. Ihre Inschrift kündete von dem 1677 in Bornum verstorbenen Pastor Antonius Dwidjanus.

Ihre heutige Gestalt erhielt die Bornumer Kirche im wesentlichen im Jahr 1808. Das ehemals an der Ostseite des Turmes liegende Schiff wurde abgebrochen.  Nur der alte Turm blieb erhalten, bekam nachträglich einen neuen Zeltdachaufsatz mit abschließendem laternenförmigen Uhrenturm. Merkwürdig und weithin ohne Beispiel ist der Wiederaufbau des Kirchenschiffes an der Westseite des alten Turmes ! Die beim Kirchenabbruch 1808 geborgenen aber in den Neubauten nicht wieder verwendeten romanischen Teilungssäulen mit Würfelkapitel und attischer Eckblattbasis dürften zumindest ausreichender Beleg für die Errichtung der alten Kirchenanlage in romanischer Zeit sein. Die über dem alten Turm errichtete bis hin zum Dach führende neuromanische Glockenstube und das sich mit seinem Baustil an den Klassizismus anlehnende Kirchenschiff stellen zusammen mit dem romanischen Teil des Turmes einen insgesamt befriedigenden, geschlossenen Gebäudeverband  dar.

Der Bergfried

Der gemeinhin als Bergfried bezeichnete romanische Wohn- und Wehrturm auf dem ehemaligen Adelshof  in Bornum weist 90 cm starkes Mauerwerk auf  mit kreuzgewölbten Decken  in zwei übereinander liegenden Räumen. Unterhalb des ehemaligen Walmdaches befanden sich noch am Ende des 19. Jh. Zwei romanische, ursprünglich wohl mit Teilungspfeiler oder –säule  versehene Rundbogenfenster, das Dach und die Eingangstüre wurden im 19. Jh. erneuert. Gravierende bauliche Eingriffe im unmittelbaren Umfeld des Bergfrieds gaben neben einer fortschreitenden Substanzverschlechterung  das Erscheinungsbild dieses letzten vollständig erhaltenen mittelalterlichen Baudenkmals in Bornum stark beeinträchtigt. Von den alten Bewohnern des Ortes wird er noch heute liebevoll als „dä Tempel“ bezeichnet. Und die hier noch vor wenigen Jahrzehnten wohnende Besitzerin  hieß natürlich „dä ole  Tempelmeyersche“. Eine seltene Form hat der auf dem früheren Adelshof stehende Brunnen. Der mit einer Handstange zu bedienende Brunnen weist zwei Lagen wechselseitig aufeinandergesetzte Ringsteine als Brunnenaufsatz auf. Bei den ältesten in Bornum noch anzutreffenden Brunnen ist das Brunnenloch mit Feldsteinen ausgemauert. Erstspäter werden auch verschieden gearbeitete Sandsteinplatten beim Brunnenbau versetzt. Noch um die Jahrhundertwende waren auf  fast allen Dörfern im Kreisgebiet die Alten Wippbrunnen zu sehen. Sie waren ebenso malerisch wie praktisch. In Bornum hat auf dem ehemaligen Hof  von Wilhelm Reneberg  die letzte Wippe des Dorfes gestanden.

Die größeren Taubentürme standen vorwiegend auf den Ackerhöfen der Dörfer. Kleinere Taubentürme waren auf den Stallgebäuden und Scheunen als Dachreiter zu finden, die größeren standen frei auf den Höfen. Die Dachreiter wurden oft ganz oder zumindest teilweise mit Schiefer verkleidet. Freistehende Türme wurden in Fachwerk aufgeführt. Im Erdgeschoß der größeren Türme brachte man noch die Hühner unter. Vereinzelt befanden sich dort auch Stallungen für die Schweine. Auf dem einstigen Großkothof Weigel, Ass. Nr. 52, soll sich im letzten Jahrhundert der letzte größere Taubenturm befunden haben. In Form einer Satteldachgaube ist er heute noch auf dem Hof Ass. Nr. 7 zu sehen.

Im Laufe des 20. Jh. ist die regional- und ortstypische ländliche Bauweise bei der Errichtung von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden, wie wir sie auf den vorangegangenen Seiten vorgestellt bekamen, gänzlich abhanden gekommen.  Eine solche klima- , landschafts- und menschenbezogene Architektur verfügte über hinreichenden Spielraum zur Berücksichtigung besonderer örtlicher und persönlicher Gegebenheiten und konnte somit ein Ortsbild mit einer bunten Vielfalt in der Einheit schaffen. Dagegen dominiert heute  bei neuen Ortsbebauungen in unserem Dorf unter dem Druck der Marktmechanismen  eine konzern- und wettbewerbsbezogene Architektur, die nur zu oft lediglich eine Uniformität und Disharmonie in der Vielfalt leider nicht abgestimmter „Markenhäuser“ erzeugt. Erstmals in der schon mehrere Jahrtausende  währenden Baugeschichte des Menschen hat sich eine Architektur durchgesetzt die jeden über die reinen Funktionserfordernisse hinausgehenden menschlichen Gestaltungswillen weitgehend unterdrückt oder in eine scheinbar individuelle Uniformität zu drängen versucht. Diese Architektur mit ihren oft kalten und unfreundlichen Zweckbauten ist für unsere Gegenwart auf den Dörfern und ebenso in den Städten zur baugeschichtlichen Realität geworden und von uns als solche  vorerst einmal zur Kenntnis zu nehmen.  Ob wir uns in der näheren und ferneren Zukunft damit zu begnügen haben, ist eine entscheidende weiterführende Frage, die im Rahmen dieses Abschnittes nicht mehr behandelt werden kann und soll.

Quelle: Festschrift 1135 – 1985 Bornum am Elm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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