Bornum am Elm

 

 

 

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850 Jahre Bornum am Elm - Rückschau im Jahr 1985

 

Quelle : Festschrift Bornum am Elm 1135 bis 1985

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Eine geschichtliche Rückschau

erstellt von Gerhard Buchheister in Zusammenarbeit mit Altbürgermeister Harald Korn
Bornum im Sommer 1985


Zum Inhaltsverzeichnis “Geschichtliche Rückschau”

 

II. Zur Geschichte der wirtschaftlichen Grundlagen

2. Flurstücke


Flurnamen stellen bei der geschichtlichen Erforschung unseres Dorfes in vielen Fällen  eine fast unersetzliche Quelle dar. Sie sind Ersatzbeleg für längst verschollene oder durch Kriegsfurie und Brandkatastrophen  vernichtete Urkunden und Dokumente.  Sie künden von slawischen Völkerstämmen, die in frühchristlicher Zeit auch die Flur von Bornum besiedelt haben müssen. Insgesamt erhalten wir von ihnen Auskunft über Rechts- und Besitzverhältnisse, Bodenbeschaffenheit und Vegetation, über Besiedlungsformen
 und  -vorgänge, weiterhin über den Verlauf  alter Handels- und Verkehrswege und vieles andere mehr.  Neben den überwiegend aus der niederdeutschen , aber verschiedentlich auch  aus der alt- und mittelhochdeutschen Sprache stammenden  Flurnamen gibt es  daneben einige  wahrscheinlich den slawischen Sprachen entstammende Benennungen. Sie sind in jahrhundertelangen Sprachgebrauch eingedeutscht, zum Teil bis zur Unkenntlichkeit verändert und abgeschliffen worden. Ihre Bedeutung ist darum nicht immer und mit aller Bestimmtheit zu klären. So sind z.B. de Karten der herzoglichen Landesgeneralvermessung  aus der Mitte des 18. Jh. in vielen Fällen für eine genauere Deutung eine sehr unzuverlässige Quelle. Die damaligen Vermessungsbeamten übertrugen, oft der niederdeutschen Sprache unkundig, die Flurbezeichnungen dem Gehör nach in ihre Amtssprache. Das Befragen älterer und zeitlebens in Bornum wohnender Bürger hinsichtlich der Aussprache dieser Namen erwies sich dagegen als die erfolgreichere Methode. Sie teilten die Feldbezeichnungen  in ihrer niederdeutschen Sprache mit. Die Bauern hatten zu den Feldern als  ihrer alleinigen Existenzgrundlage immer eine sehr enge Beziehung. Die Bauernsöhne als Anerben prägten sich die vom Vater überlieferten Flurbezeichnungen genau ein und ließen sie unabhängig von Separations- und sonstigen Flurbereinigungsmaßnahmen zu feststehenden, unverrückbaren Begriffen für bestimmte Gebiete in der Bornumer Feldmark werden. Von Generation zu Generation weitergegeben sind sie so weitgehend unverfälscht bis in unsere Gegenwart gelangt.

Es gilt als sprachetymologisch gesichert, dass die Flurbezeichnungen Heßel, Lohwiese, Broitzen und Rottebleek slawischen Ursprungs sind und damit zumindest zeitweise wendische Besiedlung in diesem Gebiet angenommen werden kann. Bei Heßel entwickelt sich aus Hesla oder auch Hasselá der heutige Name. La und Lo bedeuteten in der slawischen Sprache  der Wenden soviel wie Wald. Die Lohwiese kommt also in ihrer heutigen Bedeutung der heutigen Waldwiese gleich.  Der slawische Wortstamm für das deutsche faulen ist rote.  So hat dieses Wort in der hiesigen  Leineweberei mit der Bezeichnung Rottebleek und Flachsrotteninteressentschaft Eingang gefunden. Das Flurstück Im Broitzen bzw. Über den Broitzen  geht ebenfalls auf slawischen Wortstamm zurück.: brud oder brozda bedeuten dort das gleiche  wie hier Furt oder Furche. Anhaltspunkte für eine angebliche  von Dr. Kleinau  in seinem geschichtlichen Ortsverzeichnis  des Landes Braunschweig vermutete Wüstung Broitzem lassen sich heute allerdings nicht mehr finden. Dagegen lassen sich die vielen  aus der althoch- und niederdeutschen Sprache herrührenden Flurnamen in der Gemarkung Bornum  / Elm in den meisten Fällen leichter zu deuten:

Die Sülte, ein Flurstück in der Nähe unseres ehemaligen Bahnhofes,  entstammt der niederdeutschen Sprache, in der Salz Solt heißt. Womöglich ein salzhaltiges Land also.  Ein zwischen dem Rottebleek und der Sülte anzusiedelnder Teich  war bereits zwischen 1750 und 1770 in der Verlandung begriffen. Sehr häufig wird im Kreise Helmstedt ein Landstück mit Camp bezeichnet.  Es ist meistens ein abgegrenztes aber nicht eingefriedetes Feld.  Camp steht gewöhnlich in Gemeinschaft mit einem zweiten Begriff. So auch in Bornum: Steincamp, Eggelingscamp, Springcamp, Campsberg, Kroemcamp, Eckerncamp, oder Phalscamp. Bei letzterem ist es zwischenzeitlich immer wieder zu Fehldeutungen gekommen, die wohl ihren Grund in der Amtssprache  der herzoglichen Vermessungsbeamten haben.  Auf diesem hoch am Elmrand gelegenen Feld  wurde deshalb oft irrigerweise ein ehemaliges Pfahldorf angenommen. Die niederdeutsche Benennung müsste dann aber Pahlscamp sein. Tatsächlich sprachen einige Bewohner des Ortes aber Pfahlsvamp mit dem  Reibelaut „f“ und nicht mi seiner Affrikate  „pf“ aus. Nur von hier aus ließe sich eine Siedlung vor dem Elm schlüssig belegen als Camp eines Ansässigen also, was der alte Begriff Fale oder Vale ja beinhaltet.

Auch die Flurbereinigung Auf der Bünne am Ortsrande  der Gemeinde Bornum fußt auf einer niederdeutschen Form. Im Gegensatz zum Gemeindegrundstück ist hiermit ein nicht zehntpflichtiges  Privatgrundstück gemeint, das sich aus Beunde zu Bunde und später zu Bünde entwickelte. In einer althochdeutschen Form geriet das ursprüngliche Biunda zu Biwende und dann zu Bünde.

Über die Bedeutung des Namens Klapperberg waren sich die Sprach- und Heimatforscher lange im Unklaren. Erst als man herausfand, dass hier lange Zeit eine Blume in großen Mengen wuchs, welche die Kühe immer verschmähten, begann man die wahrscheinliche Bedeutung zu erkennen: Es handelte sich um den Feldmohn (Alecteroluphus), im Volksmunde auch  gemeinhin Klapperblome genannt.

Noch ein anderes Missverständnis soll hier abschließend ausgeräumt werden. Das Flurstück Die Wendsee oder Wendshöh ist mit Sicherheit kein Beleg für die Ansiedlung wendischer Volksstämme. Oberhalb der Bundesstraße 1  nach der Abbenröder Feldmark hin gelegen ist es die Wende, also das an eine andere Gemarkung angrenzende Gebiet. Das althochdeutsche Wort Wenti ist gleichbedeutend mit Grenze.

 

 

 

 

 

 

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